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Karotte an einer Angel hängend

Auch Kauen ist Gehirnbewegung!

Wie Karottensticks meine Konzentrationsfähigkeit gesteigert haben und warum Schüler in der Schweiz Kaugummi kauen dürfen

Vor meiner Selbständigkeit gehörte auch ich zu den Menschen, die täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr ihrer geregelten Arbeitszeit nachgegangen sind. Wenn ich dabei an die finanzielle Sicherheit denke, ist so ein Angestelltenverhältnis grundsätzlich eine tolle Sache! Was jedoch meinen „Bewegungsdrang“ angeht, war das Arbeiten am Schreibtisch an manchen Tagen eine große Herausforderung für mich. Ich als kinästhetischer Lern-/Arbeitstyp hatte öfter mal einen „Anfall“ von Konzentrationsschwäche. Was konnte ich also tun, um mein Gehirn im Sitzen zu bewegen und dadurch die Konzentration, die Leistung und das Gedächtnis aufrechtzuerhalten?Damals gab es ja noch keine LINK MOVES®-Übungen! 🙂

Und dann kamen die Karottensticks

Lange Rede kurzer Sinn, ich liebe Karottensticks und ohne damals zu wissen, was ich mir und meiner Schaltzentrale Gutes tue (na ja, mein Unterbewusstsein hat es sicher schon gewusst) habe ich begonnen, mir jeden Tag eine riesige Schüssel Karottensticks mit zur Arbeit zu nehmen. Die habe ich dann fleißig über den Tag verteilt weggefuttert.

Mein damaliger Chef war im ersten Moment ganz und gar nicht begeistert von dieser täglichen „Knackerei“ am Arbeitsplatz. Jedoch hat auch er recht schnell verstanden bzw. erlebt, wie sich mein Arbeitsverhalten und meine Aufmerksamkeit ab diesem Tag verbessert haben.

Auch Kauen ist Gehirnbewegung

Erst jetzt, einige Jahre später habe ich die wissenschaftliche Bestätigung meiner damaligen „These“ aus der Gehirnforschung. Kauen ist auch Bewegung! Die Kaumuskulatur gehört zu den stärksten Muskelgruppen. Beim Kauen erhöht sich die Herzfrequenz, es ist ein wenig so als würde man rennen. Das Gehirn reagiert mit einer besseren Durchblutung von motorisch und kognitiv wichtigen Arealen.

Kaugummikauen im Unterricht erlaubt

„In einer Schule in der Schweiz ist es den Kindern erlaubt, im Unterricht Kaugummi zu kauen. Ja, ihnen werden die ‚Süßigkeiten’ sogar zur Verfügung gestellt. „Bei uns in Deutschland ist gar nicht daran zu denken. Es gehört sich einfach nicht, werden Sie jetzt sagen. Doch Hirnforscher sagen, wenn sich Kinder beim Lernen bewegen, durchblutet der Körper besser, das Gehirn arbeitet besser. Das wiederum führt zum besseren Lernen“, machte Peter Struck deutlich. „Kaugummikauen führt zu einer besseren Durchblutung.“
Professor Peter Struck, Hamburg

Mein Tipp:

Laufen Sie nicht Gefahr weniger zu kauen, greifen Sie auf Lebensmittel zurück, die „knacken“. Ab und an ein Joghurt ist prima für die Verdauung, aber essen Sie auch Knäckebrot, Äpfel, Karotten oder Selleriesticks – Essen, das man hören kann. Ihr Gehirn wird es Ihnen danken!