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Blog Geruchssinn

Was hat die Nase mit der Gedächtnisbildung zu tun?

Letzte Woche war ich mit dem Auto auf dem Weg zu einem Kunden.
Der Verkehr lief erstaunlicherweise sehr gut und ich war rechtzeitig dran. Die Sonne schien vom Himmel und ich wollte die Zeit nutzen und noch ein paar Minuten an der frischen Luft genießen. An einem nahegelegenen Bauernhof habe ich Halt gemacht um mir die Füße etwas zu vertreten.
Wie ich aus dem Auto steige, kommt mir ein unheimlich bekannter und wohltuender Geruch in die Nase. Der Geruch der frischen Landluft. Der Bauer hatte einen ganzen Stall voller Kühe.

Automatisch lief ein Lächeln über meine Lippen und meine Gedächtniszentrale lief auf Hochtouren. Ich fühlte mich wohl und sofort in meine Kindheit zurückversetzt. Meine Oma lebte auf einem kleinen Gehöft im Hohenlohischen Lande. Dort war ich als Kind sehr oft in den Ferien. Eine wundervolle Erinnerung, die im Zusammenhang mit dem Geruch in mein Gedächtnis kam.

Was war passiert?

Was hat der Geruchssinn bei mir ausgelöst?

Unser „Riechhirn“, der olfaktorische Cortex sitzt genau über unserer Nase und sendet Informationen auf so kurzem Weg wie kein anderer unserer Sinne in unser limbisches System. Dort sitzt unsere Gedächtniszentrale, die sich an mehr als 10.000 Gerüche erinnern kann.
Der Geruchsinn ist übrigens der älteste Sinn des Menschen und ist sehr eng mit Emotionen verbunden. Er hat einen großen Einfluss auf unsere Leistung, unseren Stress, unsere Ängste, auf die Aufmerksamkeit und den Gemütszustand. Letzterer wurde bei mir beim Geruch der Landluft positiv aktiviert und bewertet, sodass ein wohliges Gefühl in mir aufkam.

Wie können wir den Geruchssinn positiv für uns nutzen?

Immer wieder einmal an etwas Vertrautem und Wohltuendem riechen. Das steigert unser Wohlbefinden und reduziert den Stress. Oder wie der Volksmund so schön sagt: … immer der Nase nach… und somit immer eine Nasenlänge voraus.